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Wissenswertes und Neues rund um die VR EnergieGenossenschaft

12.10.2023 - Bürger-Informationsabend zum PV-Park in Ainring

Gemeinde und VR EnergieGenossenschaft stellen Planungen zum Bürgersolarpark Ainring vor

Großes Interesse der Ainringer Bürgerinnen und Bürger

Die Herausforderungen der Energiewende sind riesig: Neben der Versorgungssicherheit zu bezahlbaren Preisen und der Einhaltung der Klimaziele geht es mittlerweile vor allem darum, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren und zugleich die regionale Wertschöpfung zu erhalten. Transparenz, Bürgerbeteiligung und örtlicher Bezug sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende.

Mit der "Zeitenwende" hat sich die Interessenlage massiv verschoben. Waren es in der Zeit vor dem 24. Februar 2022 die Themen "Klimawandel", "Umweltverschmutzung" und "Nachhaltigkeit", die im Zusammenhang mit den Erneuerbaren Energien genannt wurden, so sind jetzt die treibenden Themen "Energiesicherheit", "Standortsicherung für die Wirtschaft" und "Wertschöpfung vor Ort". Nicht nur reden, sondern handeln ist also das Gebot der Stunde.

Landkreis noch weit vom 80-Prozent-Ziel entfernt

Der Landkreis und die einzelnen Kommunen im Berchtesgadener Land haben sich 2014 mit dem Energienutzungsplan das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mind. 80 Prozent des Strombedarfs aus regionalen erneuerbaren Energiequellen zu decken.

Im gesamten Lkr. BGL werden lt. den letzten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2020 erst 41 Prozent aus Erneuerbaren Energiequellen bezogen. Im Bereich Wärme befindet man sich noch weiter vom angestrebten Ziel entfernt.

Die Gemeinde Ainring ist hier bereits einen Schritt weiter. Laut diesen Zahlen werden dort über 50 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energiequellen bezogen. Der größte EE-Anteil kommt mit 24 Prozent aus der Wasserkraft.

Bürger-Informationsabend in Ainring mit fast 200 Teilnehmern sehr gut besucht

Nachdem im Berchtesgadener Land der Bau von PV-Freiflächenanlagen bisher kaum vorangetrieben wurde, macht sich die Gemeinde Ainring nun mit einem Bürgersolarpark auf den Weg. Der Gemeinderat hat Mitte des Jahres die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Damit schreiten die Planungen für das wichtige Projekt einer nachhaltigen Stromerzeugung in der Kommune voran.

Im Rahmen eines Bürger-Informationsabends informierte Bürgermeister Martin Öttl, Bauamtsleiter Thomas Fuchs und die beiden Vorstände der Energiegenossenschaft Albert Pastötter und Norbert Zollhauser die knapp 200 interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Planungen zum Bürger-Solarpark. Die Verantwortlichen der heimischen Energiegenossenschaft stellten dabei auch die Rahmenbedingungen einer möglichen Bürgerbeteiligung vor.

Die Vertreter der Gemeinde Ainring erklärten anschaulich, dass als Bestandteil des im Aufbau befindlichen gemeindlichen Klimaschutzkonzeptes ein umfangreiches und detailliertes Konzept für den Ausbau der erneuerbaren Energien angefertigt wurde. Nach dem Motto: „So viel Photovoltaik auf Dach wie möglich, so viel Photovoltaik im Freiland wie nötig“ wurden zunächst sämtliche gemeindlichen Gebäude auf Möglichkeiten untersucht und soweit möglich und sinnvoll in das Konzept integriert.

Dabei wurde schnell klar, dass die Klimaziele nur mit Ausstattung von Dächern bei weitem nicht erreicht werden können. Also hat sich die Gemeinde mit der Möglichkeit einer Freiflächen-PV-Anlage befasst. Hierzu wurde das gesamte Gemeindegebiet detailliert nach den Vorgaben des Bauministeriums und der Regierung von Oberbayern untersucht. Nach Auswertung aller Ausschluss- und Restriktionskriterien im Gemeindegebiet hat sich die angedachte Fläche neben wenigen anderen Flächen als geeignet herausgestellt.

Erster Bürgermeister Öttl betonte, dass der Standort nach seiner Meinung geradezu ideal ist, denn die Wiese liegt direkt an der Bahnlinie Freilassing – Berchtesgaden, ist durch Infrastruktur-Einrichtungen vorbelastet und die für die Einspeisung so wichtige Stromtrasse läuft direkt über der Fläche. „Die Gesellschaft braucht die Energie und unser Planet braucht den Klimaschutz. Die VR EnergieGenossenschaft bietet uns allen die Möglichkeit, dass wir uns finanziell an dem in Planung befindenden Solarkraftwerk nordöstlich von Mitterfelden beteiligen können. Ich persönlich erachtete eine Genossenschaft als die ideale Gesellschaftsform, denn in den vergangenen Jahren - und die waren beileibe nicht rosig - wurden sehr gute und kontinuierliche Renditen erzielt. Was will man mehr?“, so der Bürgermeister.

Eckpunkte zur geplanten PV-Anlage:

  • 4.000 kWp Freiflächenanlage auf 3,6 Hektar Fläche
  • Gesamtfläche der Gemeinde = 3.297 ha | 3,6 ha entsprechen 0,11% der Gemeindefläche
  • kalk. Gesamtinvestition = 3,0 Mio. €
  • jährliche Strom-Erzeugung = 4.400.000 kWh
  • jährliche CO²-Vermeidung = 2.200 Tonnen
  • Strom für ca. 1.460 Drei-Personen Haushalte

 

In der abschließenden Fragerunde gingen die Redner auf zahlreiche Fragen der Zuhörer ein. Vor allem das Thema „Wie kann ich mich an der PV-Anlage finanziell beteiligen“ wurde von den Anwesenden nachgefragt.

Beim Bürgerinformationsabend in Ainring begrüßten Sie (v.l.n.r.): Albert Pastötter (Vorstand der VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG), Martin Öttl (1. Bürgermeister der Gemeinde Ainring), Thomas Fuchs (Leiter des Bauamtes Ainring) und Norbert Zollhauser (Vorstand der VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG).
29.06.2023 – Bericht zur 13. Generalversammlung

13. Generalversammlung der VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG

Energiegenossenschaft erwirtschaftet Rekordergebnis in Höhe von 2,4 Mio. Euro und bezahlt 9,00 Prozent Dividende an ihre Mitglieder

Die Herausforderungen der Energiewende sind umfangreich: Neben der Versorgungssicherheit zu bezahlbaren Preisen und dem Erreichen der Klimaziele geht es mittlerweile vor allem darum, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren und zugleich die regionale Wertschöpfung zu erhalten. Transparenz, Bürgerbeteiligung und örtlicher Bezug sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende.

Unter diesen Voraussetzungen liegt ein arbeits- und ereignisreiches Geschäftsjahr 2022 hinter den Verantwortlichen der regionalen Energiegenossenschaft, über das Vorstand und Aufsichtsrat ihre Mitglieder in der jährlichen Generalversammlung informierten.

Die Mitgliederzahl belief sich Ende 2022 auf 835 Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Kommunen mit Geschäftsguthaben in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Seit Gründung konnten Projekte im Gesamtwert von über 20 Millionen Euro realisiert werden.

Vorzeichen haben sich im Jahr 2022 massiv verschoben

Mit der "Zeitenwende" haben sich die energiepolitischen Vorzeichen massiv verschoben. Waren es bisher die Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit, die im Zusammenhang mit den Erneuerbaren Energien genannt wurden, so sind jetzt die treibenden Themen Energiesicherheit, Standortsicherung für die Wirtschaft und Wertschöpfung vor Ort. Nicht nur reden, sondern handeln ist also das Gebot der Stunde - und nach diesem Grundsatz agiert die regionale Energiegenossenschaft seit mittlerweile dreizehn Jahren außerordentlich erfolgreich und ist mehr als nur ein herkömmlicher Energieerzeuger.

Mittlerweile größter Sonnenstrom-Erzeuger in der Region

Übersicht der Projekte der VR Energiegenossenschaft Oberbayern Südost eG.

Mit insgesamt 34 Dachanlagen sowie 6 Freiflächenanlagen hat sich die VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG zum größten regionalen Erzeuger von regenerativem Sonnenstrom im südöstlichen Oberbayern entwickelt. Mit einer installierten Leistung von 14.258 kWp wird rechnerisch Strom für 4.350 Haushalte produziert.

Rekordergebnis in Höhe von 2,4 Mio. Euro ermöglicht 9,00 Prozent Dividende für die Mitglieder

Die Ertragssituation war von den Verwerfungen am Strommarkt geprägt. Da ein Großteil des produzierten Stroms zu den jeweiligen Monatsmarktpreisen veräußert wird, konnten hier vor allem in den Sommer-Monaten erhebliche Mehrerträge erwirtschaftet werden. Das Vorsteuerergebnis konnte damit auf 2,4 Mio. Euro gesteigert werden. Dieses außerordentlich gute Ergebnis ermöglichte neben einer angemessenen Dotierung der Rücklagen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 9,00 Prozent an die Mitglieder.

Der Prüfungsverband bescheinigte der Genossenschaft geordnete Rechtsverhältnisse sowie eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Mitglieder erteilten den Vorständen Jürgen Hubel, Albert Pastötter und Norbert Zollhauser sowie den vier Aufsichtsrats-Mitgliedern die Entlastung. Die beiden Aufsichtsrats-Mitglieder Josef Dandl und Karl Joachim Schmitt stellten sich zur Wiederwahl und wurden von den Mitgliedern für weitere 3 Jahre in den Aufsichtsrat gewählt.

Regionale Wertschöpfung mit regionaler Energiegenossenschaft sichern

Eine der drei Freiflächenanlagen im PV-Park Petting.

Die dezentrale Energieerzeugung der Zukunft bietet für jede Kommune und deren Bürgerinnen und Bürger erhebliche Chancen, die es individuell vor Ort zu nutzen gilt. In der vorgestellten Nutzenbilanz seit Gründung der Genossenschaft stehen mittlerweile bemerkenswerte 5,6 Mio. Euro zu Buche, die über Steuern, Dividenden und Rücklagen direkt an die einzelnen Kommunen, an die Bürgerinnen und Bürger sowie an die örtlichen Gewerbebetriebe ausgeschüttet wurden.

Die Herausforderungen bleiben gewaltig

Die dynamischen politischen Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate zeigen, wie groß die „Herausforderung Energiewende“ für unser Land ist. Die konsequente Verfolgung der Ziele einer nachhaltigen Energieversorgung in unserer Region bleibt das Hauptanliegen der heimischen Genossenschaft. Von den politisch vorgegebenen Zielen sind allerdings unsere Landkreise noch ein gutes Stück weit entfernt. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, ist eine noch engere Verzahnung mit den Verantwortlichen vor Ort notwendig. Denn nur mit einem Schulterschluss und unter Einbezug aller Beteiligten – von Politik, Unternehmen und Bürgern – können die erheblichen Chancen für unsere Region genutzt werden.

Die Vorstände (v.l.) Nobert Zollhauser, Jürgen Hubel und Albert Pastötter mit Helga Helmes von der VR Bank.
29.11.2022 – Die regionale Lösung gegen hohe Strompreise

VR MitgliederStrom: jetzt zum genossenschaftlichen Stromtarif wechseln

Aktuell ist die Situation auf dem Energiemarkt angespannt und die Strompreise steigen in ungeahnte Höhen. Nicht nur Energieversorger spüren die Auswirkungen der hohen Beschaffungskosten, sondern damit verbunden auch die Verbraucher. Die Folge: deutliche Preissprünge nach oben – wenn auch für Stromkunden aufgrund laufender Lieferverträge etwas zeitverzögert. Da fragt sich bestimmt der ein oder andere: Warum ist Strom plötzlich so teuer? Was beeinflusst diese Preisschwankung und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Wir haben die wichtigsten Faktoren kurz für Sie zusammengefasst.

Höhere Nachfrage nach Strom

Die Nachfrage steigt seit Mitte 2021 spürbar an. Einmal in der Industrie, die nach dem Corona-Einbruch wieder Kapazitäten hochgefahren hat. Aber auch bei Privatpersonen, die mittlerweile mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen und durch geänderte Verbrauchsgewohnheiten den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Teure Stromproduktion aus Erdgas Die Stromgewinnung aus Gas ist grundsätzlich sehr energieintensiv, da der Prozess sehr aufwendig ist. Gas war in der Vergangenheit allerdings vergleichsweise günstig über die Gaspipelines aus Russland zu beziehen, deshalb spielte dies keine große Rolle. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die damit einhergehende fast komplette Einstellung der russischen Gaslieferungen bestimmt mittlerweile der aus Erdgas gewonnene Strom die Marktpreise (Stichwort: Merit-Order-Modell).

Ausfallende französische Kernkraftwerke

Aktuell sind nach Angaben des französischen Stromkonzerns EDF, der alle Kernkraftwerke in Frankreich betreibt, 27 von 56 Reaktoren nicht in Betrieb. Weil der französische Atomstrom auf dem europäischen Markt fehlt, steigen die Strompreise auf dem ganzen Kontinent.

VR MitgliederStrom inklusive Mitgliederbonus

Mit den Argumenten „nachhaltig, regional und günstig“ hebt sich unser genossenschaftliches Strom-Angebot von den Stromtarifen der großen Energiekonzerne ab. Der VR MitgliederStrom ist zu 100 Prozent Ökostrom von Bürgern für Bürger. Und das Schöne daran: Sind Sie Mitglied bei einer Genossenschaft, erhalten Sie einen garantierten Preisvorteil!

Kontingent ist derzeit aufgebraucht

Aufgrund des begrenzten Kontingents und der hohen Nachfrage können derzeit keine weiteren Kunden aufgenommen werden. Sie können sich unter www.vrenergie.de/liste auf eine Interessentenliste setzen lassen und werden informiert, sobald ein Wechsel zum VR MitgliederStrom wieder möglich ist.